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Qytera Referenz CLAAS

UI Testautomatisierung für CLAAS connect 3.0 - Landtechnik

Kunde

CLAAS ist ein international führendes Unternehmen der Landtechnik und bekannt für Innovationen und fortschrittliche Lösungen in der Agrartechnik. Das 1913 in Harsewinkel gegründete Familienunternehmen hat sich im Laufe der Jahre zu einem Global Player mit einem breiten Angebot an Produkten und Dienstleistungen für die Landwirtschaft entwickelt. Die Produktpalette umfasst unter anderem Mähdrescher, Feldhäcksler, Traktoren, Ballenpressen und Futtererntemaschinen sowie eine Vielzahl von Lösungen der landwirtschaftlichen Informationstechnologie.

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CLAAS

Das Produkt

CLAAS connect 3.0

CLAAS setzt stark auf Forschung und Entwicklung, um moderne Produkte zu schaffen, die Landwirten weltweit helfen, effizienter und nachhaltiger zu arbeiten. Im Laufe seiner mehr als hundertjährigen Geschichte hat CLAAS zahlreiche Innovationen auf den Markt gebracht, darunter der erste voll funktionsfähige Mähdrescher für den europäischen Markt. Diese Innovationskraft spiegelt sich auch in der digitalen Transformation der Landwirtschaft wider, bei der CLAAS eine Vorreiterrolle einnimmt. Mit digitalen Lösungen wie CLAAS connect, das Landmaschinenmanagement, Precision Farming und eine Vielzahl von Servicefunktionen auf einer integrierten und digital vernetzten Plattform bietet, treibt das Unternehmen die Entwicklung von Smart Farming voran. Bei der Weiterentwicklung von CLAAS connect zur Version 3.0 war es von zentraler Bedeutung, die Qualität und Funktionalität der Software durch eine umfassende Testautomatisierung von Anfang an sicherzustellen.

Das Projektziel

Als Testexperten lag unser Fokus darauf, CLAAS beim Aufbau einer leistungsfähigen und zuverlässigen Testautomatisierungslösung zu unterstützen, insbesondere bei der Überarbeitung bestehender Testfälle, der Erhöhung der Testabdeckung und der Verbesserung der Stabilität. Dieses Ziel musste innerhalb von sechs Monaten erreicht werden, um einen reibungslosen Start der Beta-Phase zu gewährleisten. Besonderes Augenmerk galt stets den Telemetrie-Features, die für die Präzision in der landwirtschaftlichen Flottenverwaltung unerlässlich sind.

 

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Mögliches Zukunftsbild von CLAAS connect 3.0
Bild: Ein mögliches Zukunftsbild von CLAAS connect 3.0 [Quelle: CLAAS]

Die Umsetzung

Zu Beginn des Projekts fanden wir eine bestehende Testautomatisierungslösung vor, die sich nicht an Best Practices orientiert hatte und somit instabil und schwer wartbar war. Bei den Entwicklern führte dies zu mangelndem Vertrauen in die Qualität der Testergebnisse innerhalb der CI/CD Pipelines und letztlich auch zu Unsicherheiten und ständig wiederkehrenden Fehlern in der Entwicklung. Entsprechend sahen wir keine andere Möglichkeit, als eine völlig neue Architektur aufzubauen, die auf bewährten Praktiken und unserer langjährigen Erfahrung in der Programmierung basierte. Anfängliche Bedenken, die dabei verständlicherweise wegen der langsamen Steigerung der Testabdeckung aufkamen, lösten sich schnell auf, als die Anzahl der durchgeführten Tests in der neuen Architektur innerhalb weniger Wochen von 30 auf 100 Tests pro Lauf anstieg, ein durchschnittlicher Zuwachs von ~12-15 Prozentpunkten pro Woche. In enger Zusammenarbeit mit einem zwischendurch neu eingestellten, professionellen Tester seitens CLAAS implementierten wir nach und nach rund 100 abstrakte Tests, die datengetrieben in etwa 350 konkreten Testfällen resultierten. Die gesamte Arbeit wurde dabei zu 100% remote durchgeführt.

Als zentrales Tool verwendeten wir Playwright für die Automatisierung, welches in Azure Pipelines im regelmäßigen und stufenbasierten Ausführen der Tests zum Einsatz kam – nächtlich sowie bei jedem Merge. Dank Playwrights Netzwerkmanipulation konnten Echtzeitdaten und Edge Cases effizient mitgetestet werden, ohne eine dedizierte, hochkomplexe Testdatenverwaltung einsetzen zu müssen. Von Anfang an legten wir viel Wert auf die Parallelisierbarkeit aller Tests innerhalb eines Testlaufs. Diese wurden immer über vier gleichzeitig arbeitende Worker in der CI/CD Pipeline ausgeführt, was enorme Zeitersparnisse mit sich brachte. Um die Unabhängigkeit und hohe Stabilität unserer Tests zu gewährleisten, wurden Setup und Teardown stets über die API ausgeführt. Ein netter Nebeneffekt war hierbei eine erneute Zeitersparnis, da APIs im Vergleich zur UI deutlich schnellere Workflows erlauben. Insgesamt konnten zum Abschluss des Projekts die 350 Tests zuverlässig in rund 20 Minuten durchgeführt werden. Weitere Ersparnisse durch Sharding oder ein noch höherer Grad der Parallelisierung werden in Zukunft problemlos umsetzbar sein, sollten die Laufzeiten aufgrund größer werdenden Testsuites weiter ansteigen.

 

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Auszug eines CI/CD Logs
Bild: Auszug eines CI/CD Logs zu einem Zeitpunkt, als die Registrierung von Maschinen und Organisationen überarbeitet wurde [Quelle: Qytera]

Abb. 2 Auszug eines CI/CD Logs zu einem Zeitpunkt, als die Registrierung von Maschinen und Organisationen überarbeitet wurde

Unsere Lösung berücksichtigte auch die Notwendigkeit von automatischen Übersetzungen, das Management mehrerer Benutzer und die benutzerfreundliche Konfigurierbarkeit von außen wie beispielsweise über Umgebungsvariablen innerhalb der Pipelines. Zudem erstellten wir isolierte, wiederverwendbare Testkomponenten (Fixtures), die für eine effiziente und effektive Testdurchführung unerlässlich sind.

Dass die aufgebaute Lösung definitiv zukunftsfähig ist, zeigte sich im Projekt schon während der vielen Anpassungen, die bei Anwendungen in einem solch frühen Stadium häufig auftreten. Die Ursachenfindung eines fehlschlagenden Tests dauerte nie länger als fünf Minuten, Bugs konnten über aufschlussreiche HTML-Reports für alle nachvollziehbar erstellt werden und selbst notwendige Anpassungen innerhalb des Testframeworks gingen stets schnell von Hand.

Ergebnis

CLAAS connect 3.0 setzt neue Maßstäbe in der digital vernetzten Landwirtschaft und trägt wesentlich zur Effizienzsteigerung und Optimierung landwirtschaftlicher Prozesse bei. Unsere strategische Unterstützung und die Anwendung fortschrittlicher Testautomatisierungsmethoden führten zu einer signifikanten Steigerung der Qualität und Benutzererfahrung in der Plattform. Im gesamten Projekt kam unsere Expertise in der Testautomatisierung voll zum Einsatz, um schnell eine umfassende Testabdeckung zu erreichen. Die Verwendung von Playwright erlaubte es uns, eine weitreichende und doch handhabbare Testarchitektur zu entwickeln, die sich nahtlos in das Entwicklungsprojekt integrieren ließ. Durch die enge Zusammenarbeit haben wir nicht nur zur technologischen Innovation beigetragen, sondern auch die Grundlage für eine fortlaufende Verbesserung und Anpassung an zukünftige Anforderungen geschaffen.

Verwendete Technologien & Referenzmodelle

  • Playwright
  • TypeScript
  • Azure DevOps
  • Node.js

 

Kundenfeedback

Wojciech Halabis – Testmanager bei CLAAS
“ Als Testmanager bei CLAAS hatte ich das Vergnügen, mit Qytera bei der Einführung der CLAAS connect 3.0 Plattform zusammenzuarbeiten. Dieses Projekt stellte uns vor zahlreiche Herausforderungen, nicht zuletzt aufgrund der hohen Erwartungen an Qualität und Funktionalität innerhalb eines engen Zeitrahmens bis zur Beta-Phase. Qytera hat sich als außerordentlich kompetenter und zuverlässiger Partner erwiesen, dessen Beitrag entscheidend zum Erfolg unseres Projekts beigetragen hat.

Dank Qyteras Expertise in den Bereichen Playwright, Azure DevOps, TypeScript und UI-Testautomatisierung konnten wir die zu Beginn des Projekts gesteckten Ziele nicht nur erreichen, sondern sogar übertreffen. Mit über 100 abstrakten Testfällen, die datengetrieben in über 300 konkreten Testfällen umgesetzt wurden, hat Qytera eine Testautomatisierungslösung implementiert, die maßgeblich zur Sicherstellung der Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit unserer Plattform beigetragen hat.

Besonders hervorzuheben ist die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit des Qytera-Teams, sich schnell auf die Dynamik und die Wünsche unseres Projekts einzustellen und eng mit unseren internen Teams zusammenzuarbeiten.

Die Zusammenarbeit mit Qytera war nicht nur wegen ihrer technischen Kompetenz eine Bereicherung, sondern auch wegen ihrer proaktiven Kommunikation und ihres Engagements, immer die beste Lösung für das Projekt zu finden. Ihr wertvolles Feedback und ihre Vorschläge haben geholfen, die Entwicklung von CLAAS connect 3.0 in die richtige Richtung zu lenken.

Ich würde Qytera ohne Zögern jedem Unternehmen empfehlen, das auf der Suche nach einem zuverlässigen Partner im Bereich Softwarequalitätssicherung ist. Ihre Arbeit hat gezeigt, dass sie nicht nur über hervorragende technische Fähigkeiten verfügen, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Bedeutung von Qualitätssicherung, User Experience und technischer Exzellenz haben.”

 

Ansprechpartner

Wilson Campero
Telefon: +49-6196400848

Kontaktformular

Weitere Kundenstimmen

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