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Testmanagement mit Visual Studio und Team Foundation Server - Azure Test Plans

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In diesem Artikel möchten wir Ihnen berichten, wie Sie die herausfordernde Aufgabe Testmanagement mit Visual Studio und Team Foundation Server meistern können.
Dazu bietet Microsoft das Testtool Azure Test Plans (Microsoft Test Manager) an.

Azure Test Plans (Ehemals Microsoft Test Manager)

 

 

Azure Test Plans (Microsoft Test Manager) auf Basis von Visual Studio und TFS (Team Foundation Server) bietet eine übergreifende Application Lifecycle Management (ALM) Lösung an. Der Team Foundation Server ermöglicht eine gleichberechtigte Zusammenarbeit von Entwicklern, Testern und Produktmanagern, die alle auf den gleichen Datenbestand zurückgreifen können, obwohl unterschiedliche Tools eingesetzt werden.

Hier eine Übersicht über die Funktionen in den verschiedenen Lizenzmodellen von Visual Studio 2017:

 

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Quelle: https://www.visualstudio.com/de/vs/compare/

Im Azure Test Plans kann man alle Testarten und die jeweiligen Fälle sowie Ergebnisse verwalten und auswerten. Für manuelle Tests gibt es eine umfangreiche Unterstützung. Mit dem Manual Test Runner können manuelle Tests anhand eines Testplans durchgeführt werden. Der Test wird dabei aufgezeichnet. Wird ein Fehler gefunden, kann der Tester zur Abweichung/Bug auch ein Video liefern.

Funktionen Übersicht - Azure Test Plans (Ehemals Microsoft Test Manager):

  • Verschiedene Eingabemöglichkeiten der Anforderungen, u.a. im Testmanager, Excel, Visual Studio Team Explorer, webbasiert
  • Erstellung von Testplänen, Testsuiten, Testschritten
  • Testplanung auf Basis der Anforderungen
  • Testparametrisierung (datengetriebene Tests)
  • Steuerung für manuelle und automatisierte Testausführung
  • Testauswertung, Fehlerverfolgung, Reporting

Hier möchten wir Ihnen die wichtigste Funktionen und Begriffe erläutern:
 
Testpläne: sind die ToDo-Listen der Tester. Sie ermöglichen die Organisation und Gruppierung von Testfällen nach Zeitphasen.
Der Testplan wird meistens nach Produkt und Zeitraum gruppiert.

 

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Test-Suites: Hier wird nach fachlichen internen Kriterien gruppiert (z.B. nach Modulen oder Bereichen der Software).
Es gibt drei Typen von Test Suites:
 
1.    Static Test Suite (statisch, wie ein Dateiordner):
Beliebige Test Cases und Test Suites lassen sich hinzufügen
2.    Query based Test Suite:
Test Cases werden aufgrund einer Query automatisch hinzugefügt
3.    Requirements-based Test-Suites:
Anforderungen, Backlog Items oder User Stories sind gleichzeitig Test-Suites und Testfälle werden automatisch im Hintergrund verlinkt

Das nachfolgende Bild zeigt wie Sie einen neuen Testfall mit Microsoft Test Manager anlegen können.

 

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Im Folgenden eine Beschreibung der einzelnen Felder (Grüne Umrahmungen im Screenshot):
1.- Testfallname: hier wird der Testfallname eingetragen.
2.- Testschritte/Testsequenz: Hier werden einzelne Testschritte sowie deren erwarteten Ergebnisse eingetragen.
3.- Priorität: Hier kann eine Priorität für den Testfall eingetragen werden.
4.- Historie: listet die Änderungen auf die am Testfall vorgenommen wurden. Wird automatisch befüllt.
5.- Links: Hier können Links zu anderen Work Items hergestellt werden.
6.- Anhänge: Hier ist es möglich Dateien an den Testfall anzuhängen.
7.- Speicher: Als letzter Schritt soll den Testfall gespeichert werden. Dazu klicken Sie auf den Button-„Save & Close“.

Test Suite – Reporting - Azure Test Plans:

Zu den wichtigsten Aufgaben des Testmanagement-Teams gehört es, den Testfortschritt laufend zu überwachen. Dies betrifft nicht nur die eigentliche Testdurchführung, sondern auch die jeweils vorbereitenden Aufgaben, wie den Aufbau von Testumgebungen oder die Bereitstellung der erforderlichen Testdaten. Werden diese Themen permanent verfolgt, ist das Testmanagement-Team sehr viel schneller in der Lage, Korrekturen einzuleiten oder einzelne Punkte zu eskalieren.
 
Der Testfortschritt gibt Erläuterungen zum aktuellen Status der Testaktivitäten:

  • Status zu allgemeinen Testaktivitäten
  • Auswertungen und grafische Darstellungen zur Testfallabarbeitung sowohl übergreifend als auch je Teststufe und Zyklus

Der Abweichungsstatus gibt Erläuterungen zum aktuellen Status der Abweichungsbearbeitung:

  • Status zum Abweichungsmanagemen
  • Auswertungen und grafische Darstellungen übergreifend und je Teststufe und Zyklus

Es gibt die Möglichkeit, für jede einzelne Test Suite einzelne Charts anzeigen zu lassen.

 

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Dashboard und Widgets - Microsoft Test Manager :

Dashboard (englisch für Armaturenbrett) ist eine Technik, mit welcher sich Informationen übersichtlich darstellen lassen.

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Fazit - Testmanagement mit Visual Studio und Team Foundation Server:

Der Microsoft Test Manager und die Testing-Tools haben sich im Verlauf der letzten Jahre massiv weiterentwickelt. Die nahtlose Integration des Microsoft Testmanagers und der Testing-Tools in den ALM-Prozess kann zu einer effizienten Umsetzung des Testmanagements führen.
 
Das Testen ist Teamarbeit. Ein Testmanagement auf Basis einer einheitlichen Plattform gemeinsam mit der Entwicklung bietet sehr viele Vorteile wie Testauswertung, Fehlerverfolgung und Reporting.

Veröffentlicht am 16.März 2018

Aktualisiert am 07.Mai 2024

Wilson Campero

Geschäftsführer, Senior Testmanager

Wilson Campero ist IT-Unternehmer und Experte für Softwarequalität sowie ISTQB Certified Full Advanced Tester. Seit 13 Jahren ist das Testen von Software sein Spezialgebiet.

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